
Lanzarote sticht unter den Kanarischen Inseln allein schon durch die Optik hervor: Erkundet man mit dem Mietwagen Lanzarote, wird man sich außerhalb der Siedlungen “wie auf dem Mond” vorkommen. Denn der Vulkan hat hier überall seine Spuren hinterlassen: Erstarrte Lavamassen türmen sich eindrucksvoll in einer steinigen, staubigen Landschaft auf. Mehr als 75 Prozent der Insel sind mit Lava bedeckt, die von mehr als 300 Kratern bei 100 Vulkanen hinterlassen wurden.
Erreicht man dann aber eine der Siedlungen, so wird der Eindruck gewonnen, als ob man eine Oase entdeckt hat. Überall ist in den Ortschaften aufgrund künstlicher Bewässerung blühendes Grün entstanden.
Wenn Sie sich einen genaueren Einblick in die Urgewalt und den Einfluss der vulkanischen Aktivitäten verschaffen möchten, sollten Sie während Ihres Urlaubes auf Lanzarote einen Ausflug in den Nationalpark Timanfaya in Angriff nehmen. Hier kann man mit eigenen Augen sehen, welche Naturgewalten bei einem Vulkanausbruch ihre Spuren hinterlassen.
Das Gebiet, das heute den Nationalpark Timanfaya beherbergt, zählte vor dem Ausbruch zu den fruchtbarsten Gebieten auf Lanzarote. Nach dem Ausbruch war dort, wo vorher kleine Orte und einzelne Bauernhöfe waren, alles von mehr als acht Millionen Kubikmetern Lava begraben. Ein eindrucksvolles Bild und ein Mahnmal für die Macht der Natur zugleich. Man erlebt hautnah mit, dass die Vulkane zwar inaktiv sind, aber immer noch “schlummern”.
So ist zum Beispiel ein Grill im Nationalpark zu sehen, der ohne jegliches Feuer funktioniert: Ein Schacht, der die Wärme der Vulkane zum Grillen nutzt. Das Personal des Parks zeigt auch andere Zeichen des Vulkans: An einem langen Stab befestigt werden Strohballen in Erdlöcher gehalten, wo sie sofort Feuer fangen. Eine Bustour durch den Park rundet das Erlebnis ab, und wer einmal die scheinbar in der Bewegung erstarrten Lavamassen gesehen hat, ist begeistert.